Zu viel gedacht und wieder nichts gesagt!

GedankenverĂ€stelungen und davon „hörbar“ zu werden.

Es beginnt mit einem ersten Gedanken und es treibt immer weiter und weiter aus, breiter, tiefer, komplexer, grĂ¶ĂŸer und ganzheitlicher, jede Kleinigkeit beachtet und ausgelotet…meistens mit einer Höllengeschwindigkeit.

Es stört mich manchmal und doch liebe ich es; inzwischen. Ich nehme heraus was ich brauchen kann😊

Es wird als StÀrke und gleichzeitig als SchwÀche bezeichnet, wie alles hat es mehrere Seiten.

 

Was mich frĂŒher daran gestört hat:

  • Wenn es drauf ankam und ich etwas zu einem Thema sagen wollte, dann habe ich es einfach nicht rausgebracht. Es ist wie wenn 10 Feuerwehrautos gleichzeitig zu einem Tor hinaus wollen.
  • Meine Gedanken waren schon so weit und so tief, dass mich die Anderen nicht mehr verstanden haben, weil der Zusammenhang fehlte.
  • Wenn ich „wusste“ was ich sagen wollte, war es zu spĂ€t und nicht mehr relevant.
  • Wenn ich vor einer Gruppe etwas zu sagen hatte, war ich so aufgeregt und habe im Voraus schon so viel ĂŒberlegt und mich ganz verrĂŒckt gemacht. Ich wollte unbedingt was „Kluges“ sagen.
  • Es verbraucht unglaublich viel Zeit und oft kam ich nicht ins Tun und Handeln. Es blieb beim ĂŒberlegen und perfektionieren – ein ganz eigenes Thema und schwer verknĂŒpft mit dem Denker…
  • Ich habe mich dafĂŒr verurteilt fĂŒr meine Art zu denken!

 

Das Problem war dann…Ich habe fast nichts mehr gesagt, oder immer erst zu spĂ€t, da fiel mir genau das ein was und wie ich etwas sagen will. Es hat sich in mir gestapelt bis es mit Gewalt, meistens durch die Energie Wut, dann doch herauskatapultiert wurde. Das hat nicht nur anderen geschadet mir selbst auch, darum habe ich mich „entschieden“ etwas zu verĂ€ndern.

 

Was ich getan habe und du kannst es auch:

  • Ich habe aufgehört mein Denken und mich fĂŒr diese Eigenschaft zu verurteilen und zu bewerten. So kam ich in den IST-Zustand und konnte diesen mit Abstand beobachten.
  • Ich habe mir verurteilenden Gedanken ĂŒber mich selbst verboten und durch funktionalere ersetzt. Sowas wie „Bist du denn zu blöd“ habe ich nicht ersetzt sondern mit „Stopp, so redest du nicht mit dir selbst“ beendet. Glaub mir einmal reicht da nicht.
  • Mir wurde klar: „Ich bin nicht mein Denken – Ich bin viel mehr“. Wenn du beginnst dein Denken zu beobachten als aufmerksamer Zuhörer, dann hast du es in der Hand und kannst verĂ€ndern was und wie du denken willst und was nicht.
  • Ich habe meine Gedanken auf ihrem Wahrheitsgehalt geprĂŒft. Viele Gedanken stammen aus unserer Vergangenheit. Wir haben sie irgendwann erschaffen und je öfter wir sie gedacht haben, desto ĂŒberzeugter waren wir von Ihnen. Unser Gehirn ist in der Lage dieses wieder zu Ă€ndern. Es gibt wunderbare Anleitungen dazu zB. auf der Seite von Byron Katie.
  • Atmen, einfach mal tief ein und ausatmen, bevor es was zu sagen gibt. Da ist zwar dann ein gefĂŒhlt ziemlich langer stiller Moment (meistens nur fĂŒr einen selbst), egal es wirkt Wunder und dein Herz kommt auch zu Wort 😉
  • Es ist mir inzwischen wurscht ob mich alle verstehen oder nicht und ich muss es nicht mehr als „klug“ bewerten. Es gibt immer Menschen die einen verstehen.
  • Ich bereite mich gezielt vor! Schreibe mir wichtige Stichwörter auf (wirklich reduziert) oder den einleitenden Satz, den ich gerne sagen möchte…der Rest kommt von alleine.

 

Es gibt viele Wege „hörbar“ zu sein…unser Denker ist ein wunderbares Werkzeug. Werkzeuge dienlich zu nutzen kann man lernen und somit den Gebrauch optimieren. Vielleicht konnte ich dir hier aus meinem Erfahrungsschatz einige Gebrauchs-Impulse mitgeben. Nimm Platz in DINEM Leben, deine BĂŒhne, deine Regie. Herzlich Myriam Schmegner